KAT-Tierschutz geprüft

"Noch ein Siegel, denken Sie vielleicht? ‐ Ist das nötig? Da kennt sich ja bald keiner mehr aus!" sagt der Präsidentdes Deutschen Tierschutzbundes Wolfgang Apel.

Sicher: Wir haben neben der unsäglichen Käfighaltung (eine Haltung in Kleingruppen‐Käfigen ist ja leider erlaubt), die Freilandhaltung, die Biohaltung und die Bodenhaltung mit unterschiedlichen Anforderungen und entsprechender Kennzeichnung.

Fakt ist: Die obligatorische Kennzeichnung hat sich bewährt. Die Verbraucher sind sensibilisiert und haben seitdem verstärkt darauf geachtet, tiergerecht erzeugte Eier zu kaufen. Es werden inzwischen mehr Schaleneier aus Boden‐ und Freilandhaltung gekauft als Käfigware. Und das ist gut so.

Aber man kann noch mehr tun. Bodenhaltung ist nicht gleich Bodenhaltung. Und Freilandhaltung nicht gleich Freilandhaltung. Die geltenden Vorschriften der Tierschutz‐Nutztierhaltungsverordnung lassen großen Spielraum bei der Umsetzung zu. Das Management kann sehr unterschiedlich sein, sodass die eine Haltung besser ist als die andere. Und nicht zuletzt: Was nutzt die beste Regelung, wenn sie unterlaufen wird?

Und genau daran wollten wir anknüpfen. Wir wollten strengere Regelungen festlegen, die dieTierhaltung in noch besserem Maße den Bedürfnisse der Tiere anpassen. Wir wollten den Tieren mehr Platz bieten, mehr Auslauf (auch bei Aufstallungsgeboten) und wir wollen zeigen, dass mehr Tierschutz tatsächlich machbar und wirtschaftlich tragfähig ist. Unser System versteht sich so auch als Impulsgeber an diejenigen, die die Haltungsvorschriften machen. Das Ganze wollten wir verknüpfen mit dem bewährten Kontrollsystem von KAT, das die Eierproduktion von der Legehennenhaltung bis hin zum Handel kontrolliert. Dieses Kontrollsystem ist gut, nicht nur weil alle Bereiche abgedeckt sind und die Kontrollen von unabhängigen Instituten durchgeführt werden, sondern auch, weil das System anpassungsfähig ist und dazu lernen kann, damit das Ziel einer 100%igen Sicherheit erreicht werden kann.

Noch stehen wir in der Startphase, viele Tierhalter haben großes Interesse bekundet und einigeBetriebe halten ihre Hennen bereits unter den Anforderungen des Siegels „Tierschutz geprüft“ undsind begeistert. Viele werden nachziehen und wir sind überzeugt, dass der Verbraucher das Siegelpositiv aufnimmt und diesen Schritt für mehr Tierschutz auch honorieren wird. Denn: Dieses Siegelsteht für eine tiergerechte Haltung und hält (anders als andere Siegel) was es verspricht.“


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