17.02.2017

Vorgabe zur Kennzeichnung von Eiern aus Freilandhaltung nach Ablauf der 12-Wochenfrist


Bonn, 6. Februar 2017. Seit Anfang November vergangenen Jahres häufen sich in Deutschland die Fälle von Vogelgrippe. Zum Schutz der Tiere und um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, gilt seitdem in weiten Teilen Deutschlands und den Niederlanden eine Stallpflicht für Geflügel. Konkret bedeutet dies, dass die Freiland-Legehennen aufgrund des hohen Infektionsrisikos nicht mehr ins Freie dürfen. Für eine Übergangszeit von 12 Wochen dürfen die Eier, die die Legehennen in dieser Zeit legen, aber noch als Freilandeier im Lebensmitteleinzelhandel verkauft werden. Nach Ablauf dieser zwölf Wochen Stallpflicht müssen die Eier aus den Freilandbetrieben im Handel dann als Bodenhaltungseier vermarktet werden - so sehen es die EU-Vermarktungsnormen vor.

Um eine einheitliche und praktikable Lösung für die Kennzeichnung und Printung von Eiern aus Freilandhaltung nach Ablauf dieser 12-Wochenfrist zu bekommen, hat der KAT-Vorstand in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) bei dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Zustimmung für die nachfolgende Vorgehensweise erhalten:

  • Nach Ablauf der 12-Wochenfrist werden die in den KAT-Freilandbetrieben erzeugten Eier als Bodenhaltungs-Eier gekennzeichnet. Verbraucher können dies an der für die Haltungsform „Bodenhaltung“ vorgegebenen Ziffer „2“ erkennen.

  • Neben der Printung der Eier als Legeerzeugnisse aus Bodenhaltung wird nach Ablauf der 12-Wochenfrist auch die bisherige Freilandverpackung verändert: Jede Verpackung wird mit einem eindeutig auf die Bodenhaltung hinweisenden Zusatzetikett mit dem Inhalt „Vorübergehend zum Schutz unserer Legehennen Eier aus Bodenhaltung (mit Wintergartenauslauf)“ versehen. Zur Vermeidung von möglichen Irreführungen werden darüber hinaus auch alle Hinweise auf eine Freilandhaltung unkenntlich gemacht.

  • Auf der Website von KAT wird unter der Rubrik „was-steht-auf-dem-ei.de“ über die Abfrage des Eiercodes dieser zusätzliche Hinweis auch aufgeführt sein.

 

 

Nachtrag 13. Februar 2017:

Dadurch, dass viele Erzeuger von Freilandeiern ihre Ware nunmehr nicht mehr als Freilandware vermarkten dürfen, sondern nur noch als Bodenhaltungseier, erwachsen für viele Erzeuger von Freilandeiern erhebliche Umsatz- und Ertragseinbußen. Verschiedene Lebensmitteleinzelhändler zeigen sich nun mit den Erzeugern von Freilandeiern solidarisch und bieten ihnen eine sichere Vermarktungsmöglichkeit, wie Sie am Beispiel des nachfolgenden LINKs ersehen können:

http://www.edeka-verbund.de/Unternehmen/de/presse/newsservices/presse_3/presse_detail_gruppe_977414.jsp

 

 

Nähere Informationen über Ursachen, Ausbreitung und Risikoeinschätzung  erhalten Sie auf den nachfolgenden Seiten:

 

BMEL 

https://www.bmel.de/DE/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/_texte/Gefluegelpest-Vogelgrippe.html

 

RKI

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/A/AviaereInfluenza/A_H5N8/Influenza_A_H5N8.html

 

FLI

https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/klassische-gefluegelpest/

 

BfR

http://www.bfr.bund.de/cm/343/aktueller-vogelgrippe-ausbruch-virusuebertragung-h5n8-durch-den-verzehr-von-gefluegelfleisch-und-gefluegelfleischprodukten-unwahrscheinlich.pdf

 

 

Nachtrag 17. Februar 2017:

Weiterhin möchten wir Sie auf den gestern im EU-Amtsblatt veröffentlichten Durchführungsbeschluss (EU) 2017/263 der Europäischen Kommission aufmerksam machen:

Durchführungsbeschluss (EU) 2017/263 der Europäischen Kommission


KAT - Ziele & Aufgaben

> mehr

Teilnehmer werden

> mehr

Login für Systemteilnehmer

> mehr

Was steht auf dem Ei?

Erfahren Sie, woher das Frühstücksei kommt. Das KAT-System macht es möglich!
> Zur Abfrage