Verlängerung der 12-Wochenfrist um vier Wochen

Anpassung Vermarktungsnormen Eier

22.11.2017



Anfang dieses Jahres haben viele Länder Europas über einen längeren Zeitraum hinweg mit Fällen von Vogelgrippe gekämpft. Grundsätzlich ist mit dem Ausbruch der Vogelgrippe immer ein sogenanntes „Aufstallungsgebot" verbunden. Das bedeutet, dass zum Schutz der Tiere und um eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern, kein Geflügel mehr ins Freie darf. Aufgrund des hohen Infektionsrisikos ordnen dann die zuständigen Behörden eine sogenannte „Stallplicht" für Geflügel an.

Mit Beginn dieser Stallplicht läuft ein Zeitraum von 12 Wochen an, in dem die Legehennen nicht mehr ins Freie dürfen und sich ausschließlich im Stall befinden, die Eier, die die Tiere in dieser Zeit legen, aber trotzdem noch als Freilandware mit der für die Haltungsform „Freiland" vorgegebenen Ziffer „1" gekennzeichnet werden und im Lebensmitteleinzelhandel auch als solche verkauft werden dürfen. Das ist gesetzlich so festgeschrieben. Nach Ablauf dieser zwölf Wochen Stallpflicht dürfen die Eier der Legehennen dann nicht mehr als Freilandware mit der Ziffer „1" gekennzeichnet und verkauft werden, sondern müssen im Handel als Bodenhaltungseier mit der Ziffer „2" vermarktet werden – so sehen es die EU-Vermarktungsnormen vor.

Heute wurde diese Vermarktungsnorm seitens der Europäischen Union geändert und der Zeitraum der 12-Wochenfrist um vier Wochen auf eine 16-Wochenfrist verlängert.


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